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Seit Dezember bin ich keinen Zeitlauf mehr gelaufen. Also wurde es mal wieder Zeit. Ich packte meine Mädels ins Auto und wir begaben uns nach Otterndorf. In  der niedersächsischen Kleinstadt fand heute im Rahmen des 10. Gezeitenlaufes auch die 3. deutsche Meisterschaft der DUV im 6h Lauf statt. Während Nadine und Philine sich beim Bambinilauf auspowerten kämpfte ich am Tag der deutschen Einheit um die deutsche Meisterschaft. Naja, eher nicht. Das ich nicht um die Meisterschaft mitlaufen würde war klar. Trotzdem stellte ich mir nach dem guten Rennen in Berlin den Anspruch meine persönliche Rekorde über die Zeit (45,837 km 4.10.2014 in Meppen) und über 50 km (8:29 6.7.2013 beim 2. Süntel-Trail) zu verbessern. Eigentlich sollte beides machbar sein.  

 

Foto: TSV Otterndorf

  

Foto: TSV Otterndorf

 
Die ersten 2 Stunden lief ich zusammen mit Peter Müller. Dabei legten wir auf der Strecke um den See „Achtern Diek“ etwas mehr als einen Halbmarathon zurück. Dann musste ich ihn aber ziehen lassen. Ich konnte die Pace nicht mehr halten. Berlin steckte mir noch in den Knochen und ich kam heute überhaupt nicht mit meinen Schuhen klar. Das wurde mir so sehr zu einem Problem, das ich erstmals in einem Rennen die Schuhe wechseln musste. Meine treuen Mizuno Wave 18 Special Edition, die mir in Hamburg, im Atombunker und in Berlin treue Dienste erwiesen, wollten heute meine Füße explodieren lassen. Ich wechselte in meine Brooks Defyance 4. Nach zwei weiteren Runden störte mich die härtere Dämpfung nicht mehr und ich fühlte mich wohler. 

Foto: TSV Otterndorf

 Bis nach 3 1/2 Stunden lag ich mit 35 km noch verdammt gut im Rennen. Für meine Verhältnisse zu gut. Ich wurde leicht langsamer. Die 42,195 km passierte ich irgendwo um 4:20. Nun könnte ich auch mit gehen die 50 km noch packen. Das löste eine Blockade im Kopf aus. Ich hatte einfach keine Lust mehr. Natürlich blieb ich nicht stehen, wenn ich für 6 Stunden bezahle bewege ich mich auch 6 Stunden. Aber ich legte häufig Gehpausen ein. Trotzdem machte ich bis zum Ende noch zwei Platzierungen in meiner Altersklasse gut. Die letzte halbe Stunde im Rennen war ich wieder besser drauf. Ich fing noch eine Runde an, die ich mit der Zeit der vorherigen nicht mehr geschafft hätte. Gut eine Minute vor Ende passierte ich zum letzten Mal die Zeitmessmatten.  

 Es lief „We are The Champions“ von Queen. Ich biss nochmal die Zähne zusammen. Jeder Meter zählt. Die Sirene ertönte und ich finishte genau neben einer Bank am WakeGarden. Ich legte meinen Chip auf die Strecke und machte es mir gemütlich. Philine und Nadine kamen zu mir. Die beiden hatten auch ihren Spaß beim Bambinilauf. Neben den Altersklassensiegen belegten sie in der Gesamtwertung Platz 3 und 4. Nach der Restmetervermessung kam ich mit 55,108 km in meiner Altersklasse auf Platz 8. Für einen Antiathleten bei einer deutschen Meisterschaft schon ganz ordentlich.  

Alle Drei stolz wie Bolle! Foto: TSV Otterndorf

 
Deutscher Meister im 6h Lauf wurde übrigens Adam Zahoran vom LG Bamberg mit 85,606 km. Bei den Damen konnte sich Pamela Veith vom TSV 1894 Kusterdingen mit 72,788 km durchsetzen.

Blick übern Deich.

 
  
 – Vorbericht zu 3. Meisterschaft der DUV im 6-Stunden-Lauf

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