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Vortag

Berlin-Marathon die Vierte. Diesmal aber etwas anders. Der Frühstückslauf viel für mich aus, da ich Nachtschicht hatte und es so schnell nicht in die Hauptstadt schaffen konnte. So fuhr Nadine Philine und mich gleich zur Berlin Vital, die dieses Jahr vom Tempelhof zur Station Berlin ausweichen musste, da Tempelhof mittlerweile als Flüchtlingslager genutzt wird.

Nachdem wir die Startunterlagen geholt hatten und uns ein wenig auf der Messe umgezogen hatten bezogen wir unser Quartier in Neukölln. Vielen Dank nochmal an Blume für die Wohnung.

Wir verbrachten den Rest des Tages mit Sightseeing. Die abendliche Pastaparty gönnten wir uns diesmal auf japanisch.

Renntag

Früh schellte der Wecker und ich machte mich auf zum Eventgelände. Vorm Kanzleramt trafen sich „die Omas“ zum gemeinsamen Gruppenfoto. Insgesamt waren wir knapp 145 Omas und sammelten 80.000 €. Vielen Dank nochmal von meiner Seite an alle Spender. Natürlich darf auch noch weiterhin fleißig gespendet werden. Meine Spendenbox findet ihr hier.

Der Start rückte näher und ich wurde nervös. Warum eigentlich? Nach nunmehr 50 Marathons sollte doch eigentlich Routine da sein. Heute war sie nicht da. Ich musste gefühlte zwanzig Mal aufs Örtchen.

Wie schon 2015 schummelte ich mich auch heute in die erste Startreihe der letzen Welle. Es ist wahrlich was besonderes ganz vorne zu stehen. Wenn ihr mal die Chance habt, nutzt sie.

Der Startschuss erfolgte und die Meute setzte sich in Bewegung. Und auch heute schaffte ich es mich kurzzeitig an die Spitze zu setzen. Es fiel mir leichter als letztes Jahr. Trotzdem gab ich diese Position schnell wieder ab.

Ich kam gut in Schwung und die Kimometer vergingen wie im Fluge. Die ersten Zehn lief ich schneller als beim SportScheck Nachtlauf. Am Hermannsplatz sah ich meine Mädels stehen. Das motivierte mich nochmal zusätzlich. Die erste Hälfte lief ich noch in einem sauberen vier Stunden Kurs. Lange sollte das leider nicht mehr gut gehen. Ich hatte Schmerzen in beiden Oberschenkeln, stolperte ein paar mal über Bodenwellen und kam heute mal so gar nicht mit dem engen Feld klar. Nach 25 km drosselte ich mein Tempo und trotz einiger Gehpausen erreichte ich das Ziel in 4:12:16. Damit unterbot ich nochmal meine Zeit vom Vorjahr. Somit habe ich nun meine drei besten Zeiten alle in Berlin stehen.

Highlight unterwegs war neben Nadine und Philine eine Gruppe Cheerleader, die in erster Linie für die Omas da waren. Ist schon ein cooles Gefühl wenn man seinen eigenen Fanclub hat.

Schnellste Oma war übrigens Chalachew Tiruneh aus Äthiopien. Er ballerte die Strecke in 2:16:07 runter. Das ist mal eben Platz 18.

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