38. Mühlenberger Nikolauslauf

Schlagwörter

, , , , ,

Heute stand mal wieder Mühlenberg auf dem Zettel. Für mich der Abschied vom Laufpass 2015. Silvester laufe ich ja wieder auswärts.

Die vier Runden um das Stadion des Mühlenberger SV vielen mir heute schwer. Was nach dem Idaturm-Marathon gestern auch nicht weiter verwunderlich war. Ich brauchte eine ganze Weile um meinen Rhytmus zu finden. Als es anfing Spaß zu machen waren die 10 km auch schon wieder rum. Ein großer Nachteil an so kurzen Distanzen. 

Foto: Anja Kutzke

 Mit 55:11 (inoffiziell) lief ich zwar nicht meinen schnellsten Zehner, aber ich bin voll zufrieden. Leider gab es im Ziel keine Getränke mehr. 

Mit acht Stempeln im Laufpass verabschiede ich mich aus der Hannoverschen Volkslaufsaison. Weniger Stempel hatte ich nur in meinem ersten Jahr, 2010, als ich erst mit der Lauferei anfing.

In der Challenge: 30 Tage – 300 km erhöhe ich auf 17 Tage und 225,66 km.

69. Idaturm-Marathon

Schlagwörter

, , , , ,

Als ich vor drei Wochen erstmals den Idaturm-Marathon lief stand für mich schon eine Wiederkehr fest. Allerdings hätte ich damals nicht an eine so schnelle Rückkehr gedacht. Und die Zeichen standen dafür heute nicht gut. Hatte ich die Nacht doch viel wach gelegen.

Aber egal. Beim Start um 10 Uhr waren heute mehr Teilnehmer als bei der 68. Auflage. Darunter waren wieder einige bekannte Gesichter. Ein sehr familiärer Lauf. Für Ausrichter Jobst von Palombini heute was besonderes, denn der 1500ste Finisher wurde erwartet.

Schon in der ersten Runde wurde mir klar, dass das heute kein Selbstläufer werden würde. Jedoch teilte ich mich besser ein als vor drei Wochen. Schon viel früher fing ich an die Steigungen zu gehen. Auf dem Kammweg wehte grade in der ersten Hälfte ein eisiger Wind. Gefühlt viel kälter als letztes Mal.  

 
Früh würde ich von Jobst überrundet. Er motivierte mich zum Weitermachen, das tat mir gut. Es folgten weitere Überrundungen durch andere Teilnehmer. Das war mir aber egal. Zu Beginn der vorletzten Runde gesellte sich Ulrich Heitfeldt zu mir, der jetzt seine letzte Runde vor sich hatten. Wir plauderten ein bisschen und ich kam wieder besser auf Trab. Kurz vor Ende der Runde überrundeten wir sogar Werner Kater. Die Final Lap wurde zwar wieder anstrengender, schließlich war ich wieder alleine, aber ich verlor nicht viel an Zeit zur Vorrunde. Ich konnte sogar noch einen Platz gut machen. Oben auf dem Kammweg überholte ich Heiner Schütte, der heute recht flink in den Marathon startete. 

 
Mit 5:24:40 unterbot ich sogar meine Zielzeit vom 68. um 38 Sekunden.

Nur wer jetzt 1500ster Finisher wurde weiß ich nicht. 

 

In der Challenge: 30 Tage – 300 km bin ich mittlerweile mit 215,66 km bei Tag 16 angelangt.

7. Panorama Marathon

Schlagwörter

, , , ,

Schon lange wollte ich mal bei Detlef Erasmus aka. Running Paule laufen. Heute klappte es endlich mal. 

Bei Regen trafen sich acht Leute, denen das Wetter egal war. Gerd Junker vom 100 MC stand sogar in kurzen Klamotten am Start. Die Auftaktrunde lief ich vorerst mit Gerd, Werner Kater und Reinhard Reuter. Schnell merkten Reinhard und ich, das wir zu schnell für die Gruppe sind und setzten uns auf der ersten von acht vollen Runden ab. Wir klönten über dies und das und die Zeit verging wie im Fluge. In der fünften Runde überrundeten wir Werner, blieben aber eine Zeit bei ihm. Werner hatte von gestern auch noch einen Marathon in den Beinen. 

Endlich hörte auch der Regen auf. Das merkte man auch gleich auf der Strecke. Die Bächr auf den Wegen verschwanden und die Pfützen wurden kleiner. Als Reinhard und ich in die letzte Runde starteten finishte hinter uns Detlef. Auch die letzte Runde kriegten wir gut rum. Mit 4:58:37 blieben wir unter unserer selbstgesteckten Zielzeit von fünf Stunden. Bei 680 Höhenmeter und dem Wetter von heute war das schon ein tolles Ergebnis. Danke Reinhard!

Da ich mit nassen Klamotten nicht lange in der „Ziegenbuche“ warten wollte trabte ich kurzerhand bei wieder eingesetzten Regen über den E1 nach Springe zurück. Also gleich noch ein paar extra km für die Challenge gemacht. Auch wenn ich jetzt nicht jeden Tag darüber geschrieben habe bin ich nämlich trotzdem noch dabei. Mit den Läufen von heute stehe ich jetzt bei 10/143,61.

Übrigens war das der vierte Marathon oder weiter in vier Wochen. Für mich ein neuer Rekord.

RunRunRun Rubbelkalender 2016

Schlagwörter

,

Die Tage werden kürzer, die Geschäfte sind voll mit Weihnachtsnaschereien. 2015 biegt auf die Zielgerade ein. Manch einer hat schon große Pläne für das kommende Jahr. Ich habe vorerst nur zwei Rennen auf dem Zettel. Die haben es aber in sich. Da ich auch weiterhin ohne Trainingsplan auskommen will habe ich mir jetzt eine andere Motivationshilfe zum regelmäßigen Lauftraining zukommen lassen: den RunRunRun Rubbelkalender 2016.

 Neben einem Jahreskalender bietet er nämlich 366 in Stadionform angeordnete Rubbelfelder. Für jedes Lauftraining darf man das Feld für den Tag freirubbeln. So ergibt sich für jeden Läufer im Laufe der Zeit ein individuelles Muster. Ok, mal von den Streakrunnern abgesehen.

 Neben den Rubbelfeldern bietet der Kalender auch eine Übersicht über nationale und internationale Laufspektakel. Warum hier ausgerechnet der Hannover Marathon nicht mit aufgelistet ist bleibt mir jedoch schleierhaft.

 Unter den Rennterminen sind noch ein paar Meilensteine der Laufgeschichte aufgeführt. Darunter findet man noch interessante Termine vom Langstreckenlauf für Rio 2016.

Wer für Sportbegeisterte Freunde oder auch für sich selber noch ein passendes Weihnachtsgeschenk sucht, der kann den Kalender ins Auge fassen. Den RunRunRun Rubbelkalender 2016 bekommt man in dieser nationalen und in einer internationalen Version bei laufgeschenke.de für 32 Öcken. Wer sich die Versandkosten sparen will kann auch im Buchhandel unter ISBN 9-783000485435 zuschlagen. Das Format ist 450 x 800mm.


Hinweis:

Der RunRunRun Rubbelkalender 2016 wurde mir von laufgeschenke.de kostenlos zur Verfügung gestellt und ich darf ihn behalten. Vielen Dank dafür! Meine Meinung beeinflusst das aber in keinster Weise. Falls ihr anderer Meinung seid, dann gebt mir bitte Bescheid!

Blogger Relations Kodex

Der erste Lauf im Schnee

Schlagwörter

,

Der Schnee von gestern taute über Nacht größtenteils ab. Oben im Deister sah es aber noch schön weiß aus. Also bewaffnete ich mich mit meinen Sealskinz und den Speedcross 3 und fuhr hoch zur Loipe. Von da startete ich eine schöne Runde durch den verschneiten Deister. 

 
Über Köllnischfeld lief ich hoch zum Annaturm. Montags ist da leider Ruhetag, also kehrte ich auf dem Kammweg. Ich machte einen Abstecher über diverse Trails. Schon toll, wie anders alles aussieht und auf einen wirkt wenn ein bisschen Schnee drauf liegt. Auf einem meiner Lieblingswege ist ein Baum umgestürzt. Die Wurzeln rissen ein riesiges Loch in den Weg. Ich brauche keine Hindernisläufe. Die Natur baut die schönsten Hindernisse.

Ich lief weiter zur Wöltjebuche und zur Bielsteinhütte. Von da wieder zurück zum Ausgangspunkt. 
Challenge: 30 Tage – 300 km

Tag 4: 9,25 km

Total: 4/64,75

Nachtschicht

Schlagwörter

,

Schon toll zu was einem Challenges und Blogbeiträge alles anstiften können. So las ich neulich die Laufgeschichte Berlin bei Nacht. Ich fühlte mich gleich inspiriert auch mal wieder in dunkeln zu joggen. Früher machte ich das regelmäßig, aber das ist schon lange her. Meine erste Distanz über 21 km lief ich Nachts um 1, als die Bürgersteige hochgeklappt waren und selbst die Straßenlaternen Feierabend machten.

Die 300er Challenge fordert ja auch jeden Tag mindestens 5 km. Heute kam ich nicht eher zum laufen, also kramte ich die Stirnlampe raus und machte mich auf die Socken. Die waren heute nicht die richtige Wahl. Tagsüber schneite es und die letzten Stunden taute es wieder ab. So drehte ich meine Runde nassen Fußes durch Schneematsch. Man könnte auch sagen, ich hatte Eiswürfel im Schuh.

Vielmehr als die geforderten 5 km leistete ich nicht, aber ich hatte ordentlich Spaß. Ich hatte ganz vergessen, wie schön die nächtliche Kleinstadtidylle in Springe ist.

Vielen Dank für die Inspiration.
Tag 3 der Challenge 5,5 km

Total 3/55,5

3. Schloss-Marienburg-Marathon

Schlagwörter

, , ,

Der Schloss-Marienburg-Marathon gehört zu meinen Lieblingslaufspektakeln. Klaro, auch dieses Jahr wollte ich wieder mitmischen. Da das Rennen eigentlich immer ausgebucht ist meldete ich mich wieder sehr früh an und bekam die Startnummer 9 zugeteilt.

Gut 40 Minuten vorm Start traf ich an der Adenser Sporthalle ein. Eigentlich viel zu spät, denn die Zeit reichte gar nicht mehr um allen Freunden und Bekannten „Hallo“ zu sagen.

 Die ersten km lief ich zusammen mit Henning Ohlmer, den ich vom Warzer Esellauf kannte. Sehr lange konnte ich heute seine Pace jedoch nicht halten.

 Die Wurzelwege am Marienberg waren sehr matschig, schließlich hatte der Regen der letzten Tage den Boden gut aufgeweicht. Selbst heute morgen nieselte es noch. Während des Marathons sollte es jedoch trocken bleiben.

Maik Barbara

In der Marienburg war heute kein Dudelsackspieler. Dafür traf ich auf Maik Barbara (OG Hannover). Die nächste Zeit blieben wir beieinander und klönten über dies und das. Die Zuschauer sorgten wieder für eine tolle Stimmung.

 Strecke und Zeit vergingen recht gut. Zumindest die erste Zeit. Mir fiel nach einer Weile das laufen immer schwerer. Schmerzen hatte ich nicht viel, eher eine mentale Blockade. Bis zum zweiten Mal Marienburg ging das noch recht gut, dann könnte ich nicht mehr mithalten. Ich ließ Maik nach 21 gemeinsamen km ziehen.

Walddisco

 

Die nächste Zeit lief es gar nicht mehr. Ich war mehr am gehen wie alles andere. Kaum war ich wieder im Laufschritt ging ich wieder ins gehen über. Die Beine wollten einfach nicht so wie ich. Als ob sie jemand fernsteuerte.

Flüssige Motivation

Bis zum letzten Verpflegungspunkt, dem Wohnmobil bei Gestorf, ging das so weiter. Dort wartete Motivation in Form einer Flasche Flens auf mich. Plop, schon ging es mir besser. Zudem holte mich Christel Prause ein. Ich schloss mich ihr an und wir liefen ohne Gehpausen bis ins Ziel, wo meine Familie auf mich wartete.

Nach einer wohltuenden Dusche hatte ich noch die Ehre zusammen mit Brigitte Eberle (OG Hannover) und Christian Pflügler nochmal ins Ziel zu laufen.

  

Bericht von Christel

Bericht auf Marathon4you von Mario

1. Schloss-Marienburg-Marathon

2. Schloss-Marienburg-Marathon

-Challenge 30 Tage/300 km

Tag 2 42,195 km – Total 2/50

Challenge: 30 Tage – 30 km

Schlagwörter

In sozialen Netzwerken geistern ja schon seit geraumer Zeit alle möglichen Challenges rum. Ob nun Ice Bucket, Liegestütz, alte Fotos, Bier auf ex trinken…

Nun gibt es mal wieder eine Neue, ausgedacht von Benjamin Koç. 300 km in 30 Tagen laufen, jeden Tag mindestens 5 km. Für einen Antiathleten wie mich durchaus eine Herausforderung. 300 km hatte ich noch nie in einem Monat. Streakrunning war auch nie so richtig meine Welt. Aber für 30 Tage mache ich mal bei der 300er Challenge mit. Start ist heute. Über meinen Fortschritt werde ich regelmäßig im Blog berichten.
Tag 1

Natürlich ging es heute auch gleich los. Eine kleine Runde durch Springe und die angrenzende Feldmark. 7,8 km auf Asphalt. Damit habe ich meine Schuldigkeit für heute getan.

Stand: 1/7,8

68. Idaturm-Marathon

Schlagwörter

, , , ,

Punkt 0:08 meldete ich mich heute zum Idaturm-Marathon an. Nicht ganz zehn Stunden später war auch schon der Start, dem eine Schweigeminute für die Opfer des Terroranschlages in Paris letzte Nacht vorausging.

Nach einem kleinen Prolog liefen wir auf den Zubringer zum Haarl. Dort liefen wir die nächsten Stunden sieben Runden hoch zum Idaturm, weiter zum Freibad Bückeburg und wieder zurück nach Bad Eilsen. Der Lauf war mit 818 Höhenmeter angegeben. Von Runde zu Runde kamen sie mir aber mehr vor.  

Sieben mal Idaturm


Trotzdem wurde es mir nicht langweilig. Ganz im Gegenteil, die Runden vergingen wie im Fluge. 

 
Nachdem ich alle Runden voll hatte musste ich nur noch den Zubringer zurück zum Start laufen. Mit 5:25:18 würde ich Siebter von 13.

  
Gerne werde ich beizeiten hier wieder starten.

5. Sollingquerung

Schlagwörter

, , , , ,

Schon über ein halbes Jahr habe ich mich auf die Sollingquerung gefreut. Ausgerechnet diese Woche legte mich eine Erkältung flach. Selbst heute Morgen war meine Teilnahme noch unsicher. Am Ende siegte die Unvernunft und ich befand mich mit Werner Kater im Auto nach Dassel. Dort holten wir unsere Startunterlagen ab und zogen uns dem Wetter entsprechend um. Da es regnete aber auch warm werden sollte entschied ich mich für eine dünne Jacke. Ferner entschied ich mich meinen Rucksack im Auto zu lassen. Ich wollte so wenig Gewicht wie möglich mit mir rumschleppen. Wir wurden in Busse verfrachtet und ins hessische Bad Karlshafen gefahren. Von der Wesertherme aus sollte es losgehen. Die Busfahrer waren jedoch wohl ortsunkundig. Wir kamen erst 5 Minuten vor offiziellen Start an der Therme an. Immerhin hatte der Regen aufgehört. Damit auch wirklich jeder genug Zeit fürs Töpfchen hatte wurde die Läufermeute mit 20 minütiger Verspätung losgeschickt. 

Weser-Therme Bad Karlshafen

 
Zunächst liefen wir eine kleine Schleife durch den Ort. Wir überquerten die Weser. Zum letzten Mal sah ich die Spitzengruppe. Nach einem kurzen Stück an der Weser schickte uns Mitorganisator Ariën Walgers per Handschlag in den Wald.  Kurz darauf querten wir unbemerkt auf einem Wurzelweg die Landesgrenze nach Niedersachsen. Wir wechselten auf eine Waldautobahn. Erstmal ging es kontinuierlich nach oben. Marschierte ich zu Anfang noch gut mit, merkte ich schnell meinen angeschlagenen Körper. Ich gewöhnte mich recht schnell an den Gedanken, ich könnte heute abbrechen müssen. Ich sehnte mir den ersten von insgesamt fünf Verpflegungspunkten herbei. Da könnte ich aussteigen. Oder sollte ich es noch weiter probieren bis zum Zweiten oder gar zum Dritten? Na mal schauen. Noch war ich nicht am Ende. Ich versuchte das beste aus meiner Lage zu machen und genoss die Strecke so gut es ging. Schöne Abschnitte bekam man jedenfalls geboten.  

Christel Prause

 Der erste Verpflegungspunkt wartete nach ca. 11 km hinter einem Labyrinth auf uns. Welch witzige Idee. Natürlich galt es erst den richtigen Weg zu finden. Ich fand ihn auf Anhieb. 

 
Nach einer kurzen Stärkung machte ich mich auf den weiteren Weg. Dieser führte durch das Schlossgestüt Nienover. Dort traf ich auf Olaf Grimm, den ich schon aus einem sozialen Netzwerk kannte. 

   
Wir liefen zunächst zusammen weiter. Das tat mir sehr gut. Wir klönten über dies und das und die Kilometer vergingen wie im Fluge.

Der zweite Verpflegungspunkt lag an einem Campingplatz, der über ein Naturschwimmbad verfügte. Bei wärmeren Temperaturen sicherlich sehr einladend. Wobei es heute auch nicht kalt war. Temperaturen von 15 Grad waren schon top.

Dem VP folgte ein erneuter langer Anstieg. Nach einer Weile trennten Olaf und ich uns. Danach folgte mein Einbruch. Das laufen fiel mir immer schwerer. Selbst bergab würde es zur Tortur. Spaß machte es in keinster Weise. Ich entschied mich, am dritten VP auszusteigen. Bis dahin war es aber noch ein gutes Stück.

Am VP angekommen holten mich die beiden letzten Läufer gefolgt vom Besenwagen des Arbeitersamariterbundes ein. Ich zweifelte an meiner Entscheidung. Ein Helfer wollte mich sogar ein Stück mitnehmen und wieder an der Strecke aussetzen. Sowas ist aber nicht meins. Lieber guten Gewissens scheitern als geschummelt durchkommen. Mit der Sicherheit des Besenwagens im Rücken machte ich mich doch nochmal auf den Weg. 

Hochsollingturm

 
Es galt wieder einen langen Anstieg zu bewältigen. Es ging hoch zum Hochsollingturm, den ich rechts liegen ließ. Unter anderen Umständen hätte ich die Aussicht von oben genossen.

Zu diesem Zeitpunkt aber war ich froh, noch überhaupt im Rennen zu sein. Das tuckern des Dieselmotors hinter mir nervte zwar, aber es gab mir auch Ansporn weiterzumachen.

   
Ich musste eine Straße überqueren. Hier verließ mich der Besenwagen. Der nächste Abschnitt führte mich wieder über schmale Pfade. Hier gab es wieder viel zu sehen. Ich musste über einen Bach und kam an einer Sandspüle vorbei. Aber was viel schöner war, ich näherte mich dem Kletterpark wo Verpflegungspunkt 4 auf mich wartete. Bis dahin fing ich an meinen Schnitt zu berechnen, den ich absolvieren müsste um in der Zielzeit von 7:30:00 anzukommen. Mit gleichbleibenden Tempo der letzten km könnte ich es schaffen. Das wäre ein 10er Schnitt. Klingt einfach, war es aber nicht. Aber ich behielt den Gedanken inne, es schaffen zu können.

Frisch gestärkt lief ich vom Kletterpark weiter. Erstmal ging es bergab. Prima um Strecke zu machen, denn bergab laufen fiel mir wieder leichter.

Ein langer Holzweg führte mich durchs Hochmoor Mecklenbruch. Hier gab es viel zu bestaunen, besonders wenn man Zeit hat. Die hatte ich aber leider nicht. Also lief ich weiter in den Wald. Hier stieß ich auf mein persönliches Schild des Tages. 

 Mit der letzten Steigung hatte ich nicht so früh gerechnet. Sie stärkte mich in dem Glauben, das Rennen noch zu schaffen. Schließlich kann ich mehr Strecke machen, wenn ich nicht bergauf muss. 

In der Tat schaffte ich die ungefähre Marathonmarkierung und den letzten Versorgungspunkt in dem von mir angedachten Zeitplan.

  Nun ging es die letzten 6 km nur noch bergab bis ins Ziel.  

  

 Zwischendurch war der Weg noch einmal etwas anspruchsvoller. Groß ausbremsen konnte er mich jedoch nicht mehr. Nach 7:18:43 erreichte ich unter tosendem Applaus das Dasseler Stadion. Ein Kind überreichte mir einen Schlüsselanhänger. Den gab es hier statt Medaillen. Tolle Idee. Gefällt mir sehr gut. 

 Von den anderen Teilnehmern und den Helfern, aber auch grade vom ASM bekam ich sehr viel Respekt zu spüren. Sogar Sieger Jörn Hesse (Delligser SC) war noch da und gratulierte mir als einer der Ersten. Nun ja, ich habe mich ja auch wirklich durchgebissen. Nochmal würde ich das so aber nicht machen.